Weltweit nimmt die Inzidenz der terminalen Niereninsuffizienz rasant zu. Den Beginn einer chronischen Nierenerkrankung rechtzeitig zu erkennen, ist die Voraussetzung für eine adäquate therapeutische Intervention. Die zurzeit bekannten Verfahren zur Bestimmung der Nierenfunktion sind jedoch entweder exakt und äußerst aufwändig (Clearancebestimmung mittels exogener Marker) oder einfach durchzuführen, aber sehr ungenau (Clearancebestimmung mittels endogener Marker bzw. Abschätzung der Nierenfunktion anhand von Blutparametern wie Plasmakreatininkonzentration). Dieser Trade-off wird derzeit meist zugunsten der ungenauen Methoden entschieden. Dies hat eine erhöhte Morbidität und Mortalität sowie eine Vielzahl vermeidbarer Nierenersatztherapien zur Folge, die enorme Kosten verursachen.
Vor diesem Hintergrund fordern die medizinischen Fachgesellschaften in ihren Leitlinien dringend die Entwicklung verbesserter Methoden zur Nierenfunktionsdiagnostik. Darüber hinaus besteht auch am Markt ein eindeutiger Bedarf an einer geeigneten Messmethode. Mit ihr könnten Ärzte ihre Diagnostik verbessern und ihre Patienten gezielter behandeln, sowie Krankenkassen mittelfristig signifikante Kosten einsparen.